Ein von den Touristen gerne unterschätzter Bezirk Barcelonas

Veröffentlicht am 29 März 2016

Hostels und Jugendherbergen - Sarrià
© Copyrights: Jorge Franganillo


Sarrià, eine gehobene Nachbarschaft mit Dorfidylle



Wenn ihr als Backpacker in Barcelona unterwegs seid, seid ihr höchstwahrscheinlich in den Hostels in der Innenstadt untergekommen. Im alten Stadtbezirk Cuitat Vella könnt ihr das heruntergekommene, multikulturellen Raval, das hippe Gracia oder die eleganten Straßen von Eixample besichtigen. Wenn ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen habt und euch auch einmal in der Altstadt verirrt habt, solltet ihr abseits vom Trampelpfad folgende Sehenswürdigkeiten besichtigen:

Sant Andreu

Auch viele Einheimische Barcelonas, abgesehen von denen, die dort leben, haben sich hier noch nie hingewagt, aber tatsächlich ist es nur eine 15-minütige U-Bahn-Fahrt vom Zentrum entfernt gelegen. Es gilt also keine Entschuldigung. Sant Andreu de Palomar, genauso wie ein paar andere von Barcelonas Bezirken, war früher einmal ein eigenes Dorf, das von der expandierenden Stadt 1897 verschlungen wurde. Auch heute besitzt es noch immer jenen dörflichen Charakter. Das Erste, was ihr sehen werdet, wenn ihr aus der U-Bahn steigt, ist die prächtige Kuppel der örtlichen Kirche, die im Gegensatz zu allem anderen, sich in der Stadt befindet. Schlendert durch die Straßen von Sant Andreu und bewundert die traditionellen Geschäfte, seine farbenfrohe, freundliche Architektur und den alten Marktplatz, dann die Parròquia de Sant Pacià, wo ihr eines der ältesten Mosaike von Antoni Gaudi bewundern könnt.

Sarrià

Sarrià ist ein exklusives Marktviertel, das bei den gut betuchten Bürgern Barcelonas beliebt ist, aber immer noch viel von seinem lokalen Flair behalten hat. Es handelt sich in der Tat um das letzte der umliegenden Dörfer, das 1921 in die Stadt integriert wurde. Heute ist Sarrià die Heimat eleganter Stadthäuser, Jugendstilvillen und alter Traditionsgeschäfte. Die Jahrhunderte alte Markthalle und der Torre Bellesguard, ein mittelalterliches, burgähnliches Gebäude, das von keinem geringeren als Gaudi entworfen wurde und zum ersten Mal 2014 für die Öffentlichkeit eröffnet wurde, sind Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch Wert sind.

Horta-Guinardó

Wenn ihr das Gefühl habt, der Stadt für eine Weile entkommen zu müssen, um etwa den Kopf frei zu bekommen, solltet ihr euch nach Horta-Guinardó begeben und die Landschaft genießen. Das Hotel liegt im Nordosten der Stadt, ist von Bergen und grünen Hügeln sowie weiten, offenen Flächen umgeben, soweit das Auge reicht. Hier könnt ihr über charmante, alte Plätze wandeln, einschließlich der sehr traditionellen Plaza d'Eivissa, und den neoklassizistischen Parc del Laberint mit seinem eleganten Labyrinth aus dem 18. Jahrhundert besuchen.

Poble Nou

Gen Osten des Zentrums könnt ihr das Küstenviertel Poble Nou besuchen, wo ehemals Fabriken, Textilfabriken und Elendsviertel angesiedelt waren. Heute erfindet es sich nach und nach neu und ihr werdet eine interessante Mischung aus alten Industriegebäuden und eleganter Architektur, für die Barcelona berühmt ist, antreffen. Um wirklich ein Gefühl für die Gegend zu erhalten, solltet ihr einen Spaziergang über die von Bäumen gesäumten Ramblas, mit den vielen Straßencafés, unternehmen. Anschließend solltet ihr losziehen und das aufstrebende 22 @ besichtigen. 22 @ wird mit dem Silicon Valley verglichen und zielt darauf ab Tech-Unternehmen, spannende Start-ups, Unternehmen, die sich auf Design spezialisieren, und Interessenten für funky Co-Arbeitsräume für sich zu gewinnen.