Der Anfängerguide in die japanische Trinkkultur

Veröffentlicht am 22 April 2016

Hostels und Jugendherbergen - Japan

 

Die meisten Neuankömmlinge finden, dass Japan zwei Seiten hat: das Land ist aufregend und unglaublich zugleich, willkommenheißend und verwirrend. Wenn ihr euch erstmal aus eurem Hostel und in das Nachtleben begebt, wird dieses Gefühl noch stärker. Während das Trinken nur selten so formell abläuft wie das japanische Arbeitsleben gibt es trotzdem einige Sitten und regionale Variationen, die es wert sind, sie zu verstehen. Die Kehrseite ist, dass Einheimische voll und ganz dabei sind - seid ihr einmal drin, werdet ihr garantiert eine tolle Nacht erleben. Hier sind 5 Dinge, die ihr über das Trinken in Japan wissen solltet…

 

1. Es gibt keine Halbheiten

Japaner werden wild und bleiben die ganze Nacht zusammen. Wenn ihr mit ihnen ausgeht, macht euch darauf gefasst, die Nacht durchzuhalten. Beim Trinken mitzuhalten ist hier Standard, aber so manch einer kann nicht länger und schläft schon vorher ein, während die anderen weiter feiern. Das ist total normal und besser, als früh nach Hause zu gehen. Pöbeln ist okay, und wird sogar ermutigt, bedeutet aber nicht, dass es ein grünes Licht zur Frechheit gibt.

2. Essen ist NICHT Mogeln

Die moisten Japaner trinken gerne einen Izakaya. Die japanischen Pubs sind mehr auf Essen spezialisiert als die englische Version, da Japaner beim Trinken generell auch gerne essen - überzeugt euch selbst an einem Freitagabend in einem geschäftigen Yakitori Lokal davon. Viele Bars in Japan sind thematisiert, sodass ihr euch schnell in einer Jamaikanischen oder einer Bar mit PC Spiel-Thematik befindet könntet. Karaokelokale sind sehr beliebt, und Freunde treffen sich gerne zum Trinken, lassen sich gehen und singen trendige J-Pop Liebeslieder.

3. Bier und Whisky regieren

Trotz einer aufkeimenden Mikro-Bräuerszene bleiben die moisten Japaner bei großen Biermarken wie Premium Malts oder Super Dry, anstelle von Hausgebräuen wie Hitachino Nest. Ältere Männer trinken Whisky oder Sochu, ein mittelstarker Reisalkohol. Wider Erwarten ist Sake nicht weitverbreitet, nur selten heiß und eher in einem Landshaus oder einem exklusiven Kaiseki Restaurant in Kyoto serviert.

4. Osaka Parties sind unvergleichlich

Hostels und Jugendherbergen - Osaka Party

 

Von den heißen ‘Pubs’ Hokkaidos im fernen Norden bis zu der Outdoor-Szene in Okinawa im Süden gibt es in der japanischen Trinkkultur einige Unterschiede. Während Tokyo all das hat, was man von einer Großstadt erwartet, geht der Preis für die aufregendste Trinkkultur an Osaka. Geht mit einer lässigen Gruppe Osakaner auf Kneipentour und besucht die Kushi Katsu Lokale für Bier und frittiertem Essen am Spieß. Von hier aus könnt noch mehr Bier und frittiertes Takoyaki bekommen, und dann dann die trendigen Bar-Clubs im Namba Viertel aufsuchen.

 

5. Die Geldbörse leidet - aber nur etwas

Während Japan nicht so günstig ist wie andere asiatische Länder, ist es auch nicht übertrieben teuer. Tokyo ist etwas teurer, und ein Bier in einer Bar kostet zwischen ¥600 und ¥950, Longdrinks zwischen ¥1500 und ¥2500. In Osaka kostet ein Bier ¥350 bis ¥600 und ein Cocktail ¥700 to ¥1700. Der Preis für Sake liegt bei mindestens ¥750 für ein Glas, wobei ein Dosenbier im Supermarkt ungefähr ¥250 kostet. Karaoke liegt durchschnittlich bei ¥3000 pro Stunde pro Person.