Besichtigung der Berliner Mauer: der Backpacker-Guide

Veröffentlicht am 29 März 2016

Die Berliner Mauer teilte die deutsche Hauptstadt von 1961 bis 1989 in Ost- und Westberlin, und war eine der am stärksten gefestigsten Grenzen der Welt. Sie steht für viele Backpacker ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten, aber nach über einem Viertel Jahrhundert nach dem Mauerfall muss man wissen, wo man Spuren der Mauer und ihre Auswirkung auf die Stadt findet. Die folgenden Orte können alle umsonst besucht werden und geben euch ein Gefühl der Spaltung und dessen Erbe. Setzt sie auf eure Liste, wenn ihr dieses Jahr eine Hostelreise nach Berlin plant. Wenn ihr voller Energie steckt, könnt ihr auch eine Radtour am Mauerwegplanen, die sich über 160km erstreckt, dem Weg der Mauer durch die Stadt folgt und an den unten aufgelisteten Orten vorbeiführt.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer und das Dokumentationszentrum

Die Gedenskstätte Berliner Mauer und das Dokumentationszentrumbefinden sich in der Bernauer Straße. Die Gedenkstätte selbst besteht aus einer kurzen Strecke der Mauer mit ihrer Innen- und Außenseite, einem Wachturm und dem Kolonnenweg, die wie in den 80er Jahren beibehalten wurden. Sie ist umgeben von einer kilometerlangen Open-Air Austellung über die Geschichte der Straße zur Zeit der Trennung und dem Dokumentationszentrum, in dem es eine kostenlose Ausstellung gibt. Im Besucherzentrum befindet sich eine Buchhandlung und eine Leinwand, auf der ein Einführungsfilm über die Geschichte der Mauer (auch auf Englisch) gezeigt wird.

East Side Gallery

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeit in Berlin ist die East Side Gallery, eine der längsten noch bestehenden Strecken der Berliner Mauer. Sie erstreckt sich zwischen dem Ostbahnhof und der Warschauer Straße entlang des Spreeufers. In den 90er Jahren wurden zahlreiche Künstler dazu eingeladen, diese Mauerstrecke in die weltgrößte Open-Air Gallerie zu verwandeln. Die Wandmalereien wurden schon einige Male restauriert. Die Mauerstrecke wurde in den vergangenen Jahren auch für vorübergehende Ausstellungen über andere gespaltene Städte in der Welt genutzt.

Der Tränenpalast

Der Tränenpalast liegt am Bahnhof Friedrichstraße und war der Grenzübergang für Reisende, die mit dem Zug von Ost- nach Westberlin fuhren. In der ehemaligen Abfahrtshalle des Bahnhofs ist heute eine kostenlose Ausstellungüber den Grenzübergang und das Leben in einer geteilten Sstadt. Es wird auch gezeigt, wie einige Bewohner dramatisch die Flucht von Ost nach West ergriffen.

Der Mauerpark

Der Mauerparkführt nördlich der Bernauer Straße am Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion vorbei. Dieser ehemalige Güterbahnhof wurde in den Jahren der Trennung Teil des Niemandslands der Berliner Mauer. Einige Spuren sind zurückgeblieben, darunter die Innenseite der Mauer in der Nähe des Stadions, die nun von Straßenkünstlern zum Üben genutzt wird. Der Park ist heute eine der beliebtesten Grünflächen der Stadt, auf der bei schönem Wetter wöchentlich ein Flohmarkt und Open-Air Karaoke-Sessions gehalten werden.

Das DDR Museum

Einen kurzen Fußweg von der Gedenkstätte in der Bernauerstraße und dem Mauerpark entfernt befindet sich die Kulturbrauerei, eine ehemalige Brauerei, die heute ein kulturelles Zentrum am Prenzlauer Berg ist. Neben den Bars, Restaurants und Veranstaltungsorten befindet sich in der Einrichtung ein kostenloses Musem, das „DDR Museum“, das ein Gefühl des alltäglichen Leben hinter dem Eisenvorhang in der DDR vermittelt.